Kategorie: Lifestyle

Und jetzt?

Ich habe das Zeugnis und die Berechtigung zur Tätigkeit
als Fachinformatiker für Anwendungsentwicklung in der Tasche.

Viele neue Dinge habe ich mir danach in der Not „nicht genug zu sein“,
selbst beigebracht und es hat Spaß gemacht.
Nicht die Not, sondern neue Erfahrungen und Einblicke in neue Technologien
und Systeme zu machen.

Die Not… ist real. Ich kämpfe immernoch damit nicht genug zu sein,
für Wen? für Was?
Es kann nicht für irgendwen oder irgendwas sein,
ich habe Probleme „fertig zu sein“.

Mich beunruhigt zutiefst das Wissen, das ich irgendwann am Ende bin.
Das irgendwann nix mehr geht und ich mich für ewig schlafen lege.

Ich denke an den Tod der Dinge, wenn sie ihre Blüte gezeigt haben.
Meine 21.tes Lebensjahr war mein interessantes Lebensjahr,
ich blicke oft zurück und denke an die Zeit, wo mein Leben in meiner Hand war.
Keine Hilfe, keine Menschen und keine Scham vorallem.  Ich habe mir alles von vorne aufgebaut.

Ich habe auf der Straße getanzt mir waren die Blicke egal.
Ich hab mich angezogen was mir beliebte.
Ich habe mir wenige Dinge gekauft, die auch Bedeutung hatten.
Ich habe mir zum ersten Mal was selbst gegönnt „Das Album von Linkin Park“.
Ich lebte den Moment.

Ich liebe es Dinge neu aufzubauen.

Jetzt frage Ich mich, wenn ich arbeite… was danach?

Heute belasten mich die Blicke, die Erwartungen,
die Verantwortung für ein Leben, das ich nicht gewählt habe.

Je mehr Zeit vergeht wird die Belastung höher und gewaltiger.
Ich möchte wieder von vorne anfangen.
Das Leben, wo ich hinter stehe und mich selbst beschütze.

Ich muss ausmisten. Weg. Neu anfangen.

Krankheit lehrt …

Die Krankheit von 5 Tagen hat mir 2 Dinge gelehrt:

  1. Die Liebe zu Arbeit
  2. Die längst vergessene Entspannung

Wer würde denken, dass ich gern arbeiten würde?
Ich war vorher der Faulenzer und der Unzuverlässige.
heute bin Ich froh Arbeit für den Tag zu haben.

Ich habe weiterhin am Abend meine TODO’s gesetzt und es hat mir geschmerzt nicht um 5:00 Uhr aufstehen zu können,
mein Körper wollte nicht, mein innerer Schweinehunde hatte nun ein leichtes Spiel,
tzz .. falsch gedacht! Ich lasse mich nicht mehr vom Schweinehund kommandieren!
Aber mein Körper konnte es, so musste ich länger im Bett bleiben.

Dennoch habe Ich mit letzter Kraft versucht, wenigstens ein paar Aufgaben zu erledigen.
Ich wollte einfach mein Tagesrhytmus nicht brechen!
Ich konnte zwar nicht rausgehen, aber zuhause waren ja zum Glück genug Aufgaben,
Anrufe betätigen, Dokumente bearbeiten, Dokumente durchsuchen und Wohnungsaufgaben.

Und wieder kam der Moment, vor dem ich Angst habe, der Moment wo nichts los ist.
Aufgaben erledigt. Stille. Lange lange Weile ohne etwas tun zu müssen (zu können).

Mein Kopf wollte wieder in die „alten Gewohnheiten“. Stundenlanges Zocken und Filmchen gucken.

Ich habe mir da erst Gedanken gemacht, etwas anderes zu machen.
Gut! Ich gucke mir Filme an, dann habe Ich gefühlt alle Filme von Ghibli Studios geguckt.
Die waren toll und eine gute Wahl für stundenlanges im Bett liegen.

Erst dort wurde mir klar „Hey, du kannst nicht ewig aufstehen und etwas erledigen,
du bist krank, jetzt mach mal Pause und gönn dir die Ruhe und außerdem deine Ausbildungszeit ist jetzt vorüber“

Meine Ausbildungszeit ist vorüber, erst da wurde es mir bewusst.
Wieviel Stress und wieviel Gekämpfe ich durchgemacht habe und ich habe es geschafft.
Plötzlich fiel eine riesige Last aus den Schultern und ich war so entspannt, so glücklich, endlich meine Ruhe zu haben.

Die Ruhe vor Menschen, die Ruhe vor den Dingen.

Ich weiß nicht, ob das jemand kennt, aber mittlerweile bin Ich auch so ziemlich spirituell angehaucht,
ich hatte in den 5 Tagen krank eine „Astralreise“!
Das ist nichts handfestes und hat nichts mit Logik zu tun.

Das ist ein Gefühl das man im „Halbschlaf“ hat,
der Körper ruht und das Bewusstsein ist wach und die eigene Seele wandert im eigenem Zimmer,
Ich habe schon oft luzide Träume gehabt, aber das war etwas anderes, etwas besonderes,
ich konnte meinen Körper spüren und im gleichen Moment war Ich außerhalb,
Ich stand in meinem Zimmer und sah meine Küche,

ich wußte sofort das ist ein luzider Traum, als ich meine Küche etwas abgeändert sah,
(der Kühlschrank war seitlich gekippt) und habe mir so sofort gedacht,
ich bin in einem luzidem Traum nie geflogen und sofort danach bin Ich gesprungen und flog.

Ich schwebte in meinem Zimmer und später bin Ich aufgestanden,
erst nachdem ich mir zufällig ein Video über Chakren angeschaut habe und da ein Video über Astralreisen war,
habe Ich begriffen, das war kein luzider Traum, das war eine Astralreise.

Zu nichts habe Ich Lust

Ich schaue meine TODO’s an und denk mir: „Ich hab keine Luuuusst manno …“

Ich stelle den Wecker auf 15 Minuten und leg mich hin. Nach den 15 Minuten bin Ich wie ausgewechselt,
ich schaue mir meine TODO-Liste an und denke mir dabei nichts, ich tue einfach was als Nächstes ansteht.

Ab und zu kommen diese Gedanken „Mach das später“, „Schaue dir nin tolles Youtube Video an“, „Du bist ein Mann, schau dir „Filmchen“ an“ und „Kannst du auch morgen machen!“.

Meist kommen diese Gedanken, wenn Ich nichts zu tun habe oder einfach zuviel.

Statt diese Gedanken jedesmal zu bekämpfen und ein Krieg in meinem Kopf zu entfachen
„Wer ist stärker? Deine Lust auf alles oder deine Versprechen das System weiterzuführen“,

schalte ich lieber ab, denn das kostet mich manchmal verdammt viel (Willens-)Kraft ab,
danach fühl ich mich so schlapp, als wäre mein Kopf ein Marathon gelaufen (wenn das nun möglich wäre).

Wenn man’s so sieht, habe ich Nie Lust etwas zu tun was für den Tag vorsteht,
aber ich hab Vertrauen und Hoffnung darin, dass sich Alles eines Tages auszahlen wird,
mein System wird mich hinführen.